Qigong ist seit vielen tausenden Jahren Teil der chinesischen Kultur. Über die Entstehung des Qigong gibt es viele Geschichten und Mythen. So erzählt eine Legende aus dem Jahre 2600 v. Chr. Von dem Herrscher Yao: Nach schweren Regenfällen, die den Tag zur Nacht machten, wurde das Volk depressiv und die Stimmung veränderte sich. Menschen wurden lustlos, ihre Gedanken wurden trübe, und die Kräfte der Menschen schwanden. Viele wurden gebrechlich und erkrankten. Da erfand Qi Bo – Leibarzt des chinesischen Kaisers einen Tanz. Die Leute sollten sich nach genau vorgegebenen Mustern bewegen und dadurch sollte sich ihre Stimmung verbessern.
Damals sprach man nicht vom Qigong, sondern von der Übung zur Pflege des Lebens. Dazu zählten Bewegungs- und Atemübungen, Meditation, Kräuterlehre und alchemistische Substanzen. Schon nach kurzer Zeit waren sich die Herrscher in China einig: Diese wertvolle Therapie solle ausschließlich den Herrschern vorbehalten sein. Qigong wurde demnach als absolute Geheimlehre erklärt. Die Techniken wurden von den Meistern immer nur mündlich an die Schüler weitergegeben. Ausschließlich die Kaiser und ihr engster Familienkreis durften in den Qigong-Übungen unterrichtet werden.